Bundesinnung Bau begrüßt verstärkten Kampf gegen Sozialbetrüger
Bundesinnungsmeister Frömmel: "Stehen voll und ganz hinter
Maßnahmenpaket gegen Scheinfirmen"
Wien (PWK - 26.06.2012 15:38 Uhr) Aufgrund der gemeinsamen Initiative von
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Sozialminister Rudolf
Hundstorfer zur Bekämpfung des Sozialbetrugs zeigt sich das
Baugewerbe zuversichtlich, dass in Zukunft strenger und effizienter
gegen Schwindelfirmen vorgegangen wird.
Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel bietet den Ministerien
seine Unterstützung an und weist darauf hin, dass die Bundesinnung
Bau in den letzten Jahren im Zuge der Kampagne "BAUfair!" selbst
wesentliche Schritte gesetzt habe, um unseriöse Firmenpraktiken am
Bau hintanzuhalten. Geschädigt seien, so Frömmel, infolge der
Schattenwirtschaft nicht nur die Arbeitnehmer durch Lohn- und
Sozialdumping, sondern auch die Endverbraucher, der Staat durch
hinterzogene Steuern und Abgaben und die seriös anbietenden
Unternehmen, die besonders unter der Wettbewerbsverzerrung leiden.
Aber auch kriminelle Machenschaften seien nicht selten im Umfeld von
Schwindelfirmen. Das Baugewerbe begrüße daher auch die erst kürzlich
geschaffene Task Force Merlin des Bundeskriminalamtes und andere
Initiativen, um die Baubranche vor unsauberen Praktiken zu schützen.
Das bisher realisierte Maßnahmenpaket umfasst die verpflichtende
Anmeldung vor Arbeitsbeginn, das Lohn- und
Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz, das
AuftraggeberInnen-Haftungsgesetz, sowie verstärkte Kontrollen durch
Organe der Finanzpolizei, Sozialversicherung und der
Bauarbeiterurlaubs- und Abfertigungskassa.
Der Bundesinnungsmeister betont, dass für die heimischen Baumeister
strenge Standesregeln gelten und vor Erteilung der
Baumeisterberechtigung eine behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
abzulegen sei. In der jüngsten Gewerberechtsnovelle ist auch eine
obligatorische Haftpflichtversicherung vorgesehen.
Im Falle von Mängeln besteht bei inländischen Baumeisterbetrieben
Anspruch auf Gewährleistung und Schadenersatz sowie die Möglichkeit
der Inanspruchnahme einer Schlichtungsstelle.
Als Hilfestellung für die Auswahl von seriösen Baufirmen hat die
Bauinnung eine Checkliste veröffentlicht, die unter www.bau.or.at
abrufbar ist. (us)
Rückfragehinweis:
Geschäftsstelle Bau
Schaumburgergasse 20
1040 Wien
E: presse@bau.or.at
T: 01 718373734
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